Herbstgarten mit Mehrwert: Laub, Stauden und sichere Plätze für Nützlinge
Im Herbst muss ein Garten nicht vollständig leergeräumt werden. Gerade Samenstände, Laub und kleine Totholzbereiche bieten Nahrung und Schutz. Mit einer klaren Gestaltung wirkt ein naturnaher Garten dennoch gepflegt: Wege bleiben frei, Rasenflächen werden entlastet und ausgewählte Bereiche dürfen bewusst stehen bleiben.
Laub sinnvoll verteilen
Auf Rasen sollte eine dichte Laubschicht entfernt werden, weil Licht und Luft fehlen. Unter Hecken, zwischen robusten Stauden und in einer ruhigen Gartenecke ist trockenes Laub dagegen wertvoll. Es schützt den Boden, wird von Bodenorganismen zersetzt und bietet Winterquartiere. Krankes Pflanzenmaterial gehört nicht in schützende Haufen.
Stauden erst im Frühjahr schneiden
Viele trockene Stängel und Samenstände geben dem winterlichen Beet Struktur. Vögel finden Samen, Insekten nutzen hohle Stängel und Raureif verwandelt Gräser in Blickfänger. Instabile oder kranke Pflanzenteile können entfernt werden; der Großteil darf bis zum behutsamen Frühjahrsrückschnitt stehen bleiben.
Ein sicherer Garten für Igel
- Laub- und Reisighaufen an einem ruhigen, trockenen Ort anlegen.
- Durchgänge zwischen Gärten ermöglichen.
- Kellerschächte und steile Teichränder sichern.
- Vor Arbeiten unter Hecken sorgfältig kontrollieren.
- Mähroboter nicht nachts betreiben.
Ordnung durch Gestaltung
Naturnähe und Design schließen sich nicht aus. Saubere Wegkanten, wiederkehrende Pflanzengruppen und immergrüne Strukturen geben dem Garten einen Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens dürfen Laub, Fruchtstände und Totholz ökologische Funktionen übernehmen.
Gemeinsam planen: Wir entwickeln Gärten, die zu jeder Jahreszeit attraktiv sind und zugleich mehr Lebensraum bieten.
